Mara Genschel & Valeri Scherstjanoi Vom Nachtalpenweg
"Über den Nachtalpenweg, aus dem mitteleuropäischen Raum, Mitte des 19. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts, verdeckt von Missverständnis und Vergessen, kommen auch die Glossolalien (glôssa: altgriech. Zunge und laleô: sprechen), denen unser Projekt gewidmet ist. Zu ihrer Zeit erregten sie ein großes öffentliches Interesse in der so genannten Pfingstbewegung. Uns sind sie heute nur als Schriftsprache überliefert. Wie sie als Lautsprache, als parasemantische Körpersprache damals klangen, bleibt ein Rätsel." (Aus dem Vorwort von Valeri Scherstjanoi). Audio-CD mit Laut- und Geigenkompo-sitionen sowie einem Original-Schriftblatt von Mara Genschel. In dieser Edition versammeln sich eigene Lautdichtungen mit Interpretationen von historischen Glossolalien. Erschienen in der Reihe mimas atlas # 9. Berlin 2009, Auflage: 50 Ex. Preis: 50 €
Hartmut Geerken Die weisse Leinwand ist ein rotes Tuch
Ein wilder Film aus dem Afghanistan der 70er Jahre, wo Hartmut Geerken bis zum Einmarsch der Sowjets lebte, collagiert und kombiniert mit den damaligen Medienbildern. Das seltene Dokument eines Fast Footage Films, hier zum ersten Mal in einer Edition veröffentlicht. Mit einem Textbuch und einer Originalarbeit von Hartmut Geerken. Für die Edition mimas atlas # 8. Auflage: 50 Ex., Berlin 2009, Preis: 50 €
Ulrike Draesner damaskus, manöver
"Am Ende, auf dem Rückflug, lernte ich einen Mann kennen, dessen übergroßes Handgepäck voller Messer steckte. Er sagte, er sei Transplantationschirurg, pendele zwischen Damaskus und Berlin, im Rahmen eines Hilfsprogramms der Bundesregierung. Er sagte, im Libanonkrieg im Sommer 2006 habe Israel Antipersonenminen in Form von Kugelschreibern über dem Süden Syriens abgeworfen. Drückt man den Knopf des Stiftes, explodiert die Mine. Der Mann operierte jede Woche für drei Tage Hände in Damaskus." Poem mit Video und einer Originalarbeit von Ulrike Draesner. Veröffentlicht in der Medienedition "mimas atlas ' 7". Auflage: 50 Exemplare, Berlin 2007. Preis: 50 €
Namosh Schocko & Co.
Vier Audiotracks zwischen Musik und Hörspiel, zwischen 2001 und 2006. Mit Zülfiye Arslan, Mella Ojeda, Hisako Yamanaka, Christine Büttner sowie dem Teletubbie auf Ecstasy. Von der Partnerschaftsberatung bis zur Erpressung der Kinder durch Schokolade. Textbuch mit vier Originalzeichnungen von Namosh sowie einer Audio-CD. mimas atlas # 6, Berlin 2007. Auflage: 50 Exemplare, signiert. Preis: 50 €
Djinn der Nordsee
24 Kurzfilme & Dokumentationen mit Wolfgang Müller, Valeri Scherstjanoi, Michael Lentz, Max Müller, Wolfram Spyra, Hartmut Andryczuk u.a. Ausgewählt und herausgegeben von Hartmut Andryczuk. Video-DVD von ca. einer Stunde Länge. Mit einer Originalzeichnung des Herausgebers. mimas atlas # 5, Berlin 2007. Preis: 50 €
Max Müller Ich bin kein Spielzeug
Komposition mit Gitarre, Gesang und Keyboard. Sechzehn Originalzeichnungen und -collagen. Audio-CD und Büchlein, erschienen in der Reihe mimas atlas # 4. Auflage: 50 Exemplare, Berlin 2005. Preis: 50 €
Michael Lentz Tell me Erzähle
Erzählen und Erinnern. Diese eine Geschichte. Eine Liebesgeschichte, eine Geschichte vom Krieg. Die Erinnerung als Wiederholung, die keine Worte hat. Die ins Stottern gerät, wenn es um diese eine Geschichte geht. Diese eine, nie zu Ende erzählte Geschichte vom standhaften Zinnsoldaten (Hans Christian Andersen), dem schönsten und traurigsten Märchen. Aufschub und Verhinderung, Realitätseinbruch und Traumgestalt, "Tell me - Erzähle" verhörbildlicht das Erzählen. Das flüchtig Wahrgenommene, das nur zu deutlich Gehörte. Zuhörend begegnet dem Erzählten immer die eigene Lebensgeschichte - von der es nicht zu trennen ist. Ist das Erzählen ein orales Medium, so versinnlicht wie kein anderes das Medium Hörspiel die einander überlagernde Dreieinigkeit Wahrnehmen - Erinnern - Wiederholen. Inklusive der paradoxen Erfahrung, daß das soeben Gehörte im momentan ausgestrahlten Hörspiel nicht wiederholt werden kann. Ein ideales Hörspiel wäre also dasjenige, das nicht von der Stelle kommt. "Tell me - Erzähle" erzählt kein Märchen. Audio-CD-Hörspiel mit einer Originalarbeit von Michael Lentz. Cover und Handstempelentwurf von Hartmut Andryczuk. mimas atlas # 3. Auflage: 50 Exemplare, signiert und nummeriert, Berlin 2004. Preis: 50 €
Valeri Scherstjanoi Mingstimmen
"MINGSTIMMEN ist einer der verschwundenen Ortsnamen im ehemaligen Nordostpreußen. MING könnte etwas aus dem Pruzzischen bedeuten. Es klingt einfach gut, deshalb nenne ich diese CD-Ausgabe MINGSTIMMEN. Vorhanden sind hier meine Lautgedichte und Texte, die ich von 1981 bis 2004 irgendwo auf Festivals oder in Klubs, Ateliers, oder im Freundeskreis vortrug. Im Zyklus MINGSTIMMEN. Komprimierte Sounds habe ich außerdem versucht, verschiedene lautpoetische Refrains aus diesen Jahren zusammen zu bringen und auf solche Weise entstand eine neue lautpoetische Komposition." Audio-CD-Edition mit einer Originalzeichnung von Scherstjanoi. Zugabe: "Mundstücke" von Wolfram Winkel und Valeri Scherstjanoi. Cover und Handstempelentwurf von Scherstjanoi. mimas atlas # 2. Auflage: 50 Exemplare, signiert und nummeriert, Berlin 2004 (vergriffen)
Wolfgang Müller Sirenen aus dem untergehenden Westberlin
Audio-CD-Edition mit unveröffentlichten Stücken aus den 90er Jahren. Es singen Hermoine Zittlau, Reinhard Wilhelmi, Erika Krause, Ogar Grafe und Oliver Weidner. Mit Texten von Nikolaus Utermöhlen, Käthe Kruse, Wolfgang Müller, Reinhard Wilhelmi, Hermoine Zittlau, Ogar Grafe und Die Tödliche Doris. Zusammenstellung und musikalische Arrangements: Wolfgang Müller. Mit einer Originalarbeit von Wolfgang Müller. mimas atlas # 1 Auflage: 50 Exemplare nummeriert und signiert. Berlin 2004 (vergriffen)