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Hartmut Geerken
nach else lasker-schülers tragödie ich&ich (fällt der vorhang in herzform)
zweimal schon hatte else lasker-schüler palästina besucht, von der schweiz aus, wo ihr, dem flüchtling, laut fremdenpolizeilicher weisung die erwerbstätigkeit als dichterin verboten war. während ihrer dritten, auf drei monate geplanten palästinareise, im april 1939, bricht der krieg aus & sie kann nicht mehr nach europa zurückkehren. noch 1939 beginnt sie mit aufzeichnungen zu ihrem letzten drama 'ichundich'. die niederschrift gestaltet sich äusserst schwierig. die über 70jährige schreibt: 'das schauspiel ist kaum zu lesen, viele akte fast unmöglich.' 'bei sybirischer kälte' kann sie das handgeschriebene kaum in die maschine übertragen. ihre sehkraft läßt stark nach. da sie die miete für ihr zimmer nicht bezahlen kann, schläft sie bei nachbarn auf dem steinfussboden der küche. unter solchen umständen bleibt die 'theatralische tragödie', wie sie das stück nennt, unvollendet. das drama wird noch jahrzehnte nach ihrem tod (1945) unter verschluss gehalten. es gilt als unaufführbar & dem ruf der dichterin nicht zuträglich. andere aber nennen es einen 'grossartigen entwurf einer konzeptkunst auf dem theater’. (Aus dem Vorwort von Hartmut Geerken).D
VD-Video der Hörspielaufnahme im November 1994 mit 5 Sprecherinnen und dem kompletten Textabdruck sowie einige Partituren. Realisation: Hartmut Geerken. Redaktion: Herbert Kapfer. Mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Rundfunks / Hörspiel und Medienkunst.
Veröffentlicht in der Reihe mimas atlas # 17, Berlin 2015.
Auflage: 50 Exemplare mit jeweils einer Originalarbeit von Hartmut Geerken, nummeriert und signiert.
50 €

Die Tödliche Doris Interviews
Seltene Materialien aus der Gründungszeit der Berliner Kultgruppe in den 1980er Jahren. Mit Texten von Dagmar Dimitroff, Wolfgang Müller und Fotos von Anno Dittmer.
CD-Titel: „Die Tödliche Doris bewirbt sich um einen Sitz im Berliner Senat“, „Doris diskutiert“ u.v.a.m. Originalzeichnung und handbeschrie-bene CD von Wolfgang Müller.
„Wo die Natur dem lernenden Schaf nicht die Kraft verweigert, ein gutes Schaf zu sein, kann es der Mehrheit unserer Menschenkollegen doch nicht bestimmt sein, als geschmackvoll gemustertes Räupchen durch den Kosmos zu purzeln.
Dem Schaf kommt es aufgrund seiner schafigen Identität zu, sich ausschließlich mit seiner materiellen Existenz zu beschäftigen.
Es ist dem Tod völlig ausgeliefert und frisst deshalb vorher so viel es kann.
Der Tod kann es zu jeder Stunde ereilen, und so erfüllt es fleißig seine, ihm von der Natur auferlegten Aufgaben und hat einmal im Schlaf Zeit.
Die Zeit liegt hinter uns, zwischen Asien und Europa, neben einer „Fotokopie der Geburtsurkunde der Menschheit“, man trifft dort ein paar zerlumpte Soldaten, darunter den Schwätzer (Bazon) Brock und einen armen Irren, der sich tatsächlich totgelacht hat, als ihn eine Vision des auf dem Wasser wandelnden Petrus ereilte.
In Wirklichkeit aber steckt die Zeit in einer mikroskopisch kleinen Hirnblase, die als pralles Säckchen zwischen den beiden Energiebeuteln des menschlichen Gehirns klebt.“ (Textauszug von Dagmar Dimitroff, „Energiebeutel und Zeitblase“).
mimas atlas # 16, Berlin 2014. Auflage: 100 Ex., Preis: 50 €

Heinz Ludwig Friedlaender Gespräche
Seltene Tonbanddokumente mit Heinz Ludwig Friedlaender, dem Sohn des großen Philosophen Mynona/Salomo Friedlaender, geführt von Hartmut Geerken in den 1980er Jahren in „Heilus“ Pariser Wohnung und in Herrsching am Ammersee. Über 6 Stunden Gespräche mit Heinz Ludwig Friedlaender, Hartmut Geerken, Sigrid Hauff und Romuald Karmakar. Texte von Geerken, Hauff und Detlef Thiel. Fotodokumente von Friedlaender und eine Originalzeichnung von Hartmut Andryczuk.
mimas atlas # 15, 50 Exemplare, Berlin 2013
50 €

Wolfgang Müller Plasmabrocken - Die Kunst der Zukunft
DVD-Video mit Zeichnungen und einer Originalarbeit.
mimas atlas # 14“, Berlin 2013.
Auflage: 50 Ex, Preis: 50 €

Jaap Blonk Traces of Speech / Sprachspuren
Audio-CD mit visuellen Gedichten und einem Vorwort.
„Die Grundidee für dieses Buch mit CD war: erstens, die Zeichnungen in elektronische Klänge zu verwandeln – durch das Importieren (meistens als Rohdatei) in Audio-Programme, und zweitens, sie in (englische und deutsche) Texte umzusetzen – mit einer Software für optische Charaktererkennung (OCR). Jede der drei Formen (Bild, Klang und Text) wurde dann weiter verwandelt.“
Herausgegeben in der Reihe „mimas atlas # 13“.
Auflage: 100 Exemplare, Berlin 2012
(vergriffen)

The International Waitawhile Sun Ra Conventions
Seltene Materialien und Tondokumente die während der Sun Ra Conventions entstanden sind. Tonaufnahmen von Trudy Morse, Hartmut Geerken, Sigrid Hauff, Edrissa Ken Joof, Malang Kamara, Dialimadi Suso, Children of Sanyang, Yaya Diobaté, Rudie Kagie, Suso Navarrete, Chris Trent, Joy Mather, Ben Franklin, Bernd Hefele, Grace Yoon, Roman Bunka, Eulalia Martin, Detlef Thiel, Chris Hilling, Salah Ragab, u.v.a.m.Strange Herrschings“ & West African Recordings, „Trudy Morse speaks with birds and about Sun Ra´s death in hospital“; „sounds from outer space“ u.v.a.m.
Text- und Bildmaterialien von Detlef Thiel, Sun Ra, Trudy Morse, Hartmut Geerken, Oskar Pastior, Hartmut Andryczuk. Anton J. Kuchelmeister u.v.a.m.
Originalzeichnung von Detlef Thiel. Die Edition enthält 5 Audio-CDs.
Veröffentlicht in der Reihe mimas atlas # 12
Auflage: 75 Exemplare, Berlin 2012
50 € (vergriffen)

RITUALWORT - Literatur & Sprachvideos (2007 - 2011)
Video-DVD (ca. 120 Min.) mit Literatur- und Sprachperferformances von Valeri Scherstjanoi, Ulrike Draesner, Namosh, Tilmann Lehnert, Felix Martin Furtwängler, Sergej Birjukov, Jörg Schröder, Mara Genschel, Stephan Krass, Thomas Schulz, Jan Peter Bremer, Arne Rautenberg, Hadayatullah Hübsch, Maja Jantar, Ulrich Woelk, Wolfgang Müller, Hartmut Geerken und Hartmut Andryczuk. Edition mit einem Farbholzschnitt von Felix Martin Furtwängler, nummeriert und signiert. Erschienen in der Reihe mimas atlas # 11, Berlin 2011. Auflage: 50 Ex.
(vergriffen)

herman de vries ambulo ergo sum
„ambulo ergo sum“ beinhaltet Texte, das Video eines Spaziergangs und eine Originalarbeit von Herman de Vries. Erschienen in der Reihe mimas atlas # 10 in einer Auflage von 50 Exemplaren, Berlin 2010, alle Exemplare sind nummeriert und signiert.
(vergriffen)

Mara Genschel & Valeri Scherstjanoi Vom Nachtalpenweg
"Über den Nachtalpenweg, aus dem mitteleuropäischen Raum, Mitte des 19. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts, verdeckt von Missverständnis und Vergessen, kommen auch die Glossolalien (glôssa: altgriech. Zunge und laleô: sprechen), denen unser Projekt gewidmet ist. Zu ihrer Zeit erregten sie ein großes öffentliches Interesse in der so genannten Pfingstbewegung. Uns sind sie heute nur als Schriftsprache überliefert. Wie sie als Lautsprache, als parasemantische Körpersprache damals klangen, bleibt ein Rätsel." (Aus dem Vorwort von Valeri Scherstjanoi). Audio-CD mit Laut- und Geigenkompo-sitionen sowie einem Original-Schriftblatt von Mara Genschel. In dieser Edition versammeln sich eigene Lautdichtungen mit Interpretationen von historischen Glossolalien. Erschienen in der Reihe mimas atlas # 9. Berlin 2009, Auflage: 50 Ex. Preis: 50 €

Hartmut Geerken Die weisse Leinwand ist ein rotes Tuch
Ein wilder Film aus dem Afghanistan der 70er Jahre, wo Hartmut Geerken bis zum Einmarsch der Sowjets lebte, collagiert und kombiniert mit den damaligen Medienbildern. Das seltene Dokument eines Fast Footage Films, hier zum ersten Mal in einer Edition veröffentlicht. Mit einem Textbuch und einer Originalarbeit von Hartmut Geerken. Für die Edition „mimas atlas # 8“. Auflage: 50 Ex., Berlin 2009, Preis: 50 €

Ulrike Draesner damaskus, manöver
"Am Ende, auf dem Rückflug, lernte ich einen Mann kennen, dessen übergroßes Handgepäck voller Messer steckte. Er sagte, er sei Transplantationschirurg, pendele zwischen Damaskus und Berlin, im Rahmen eines Hilfsprogramms der Bundesregierung. Er sagte, im Libanonkrieg im Sommer 2006 habe Israel Antipersonenminen in Form von Kugelschreibern über dem Süden Syriens abgeworfen. Drückt man den Knopf des Stiftes, explodiert die Mine. Der Mann operierte jede Woche für drei Tage Hände in Damaskus." Poem mit Video und einer Originalarbeit von Ulrike Draesner. Veröffentlicht in der Medienedition "mimas atlas ' 7". Auflage: 50 Exemplare, Berlin 2007. Preis: 50 €

Namosh Schocko & Co.
Vier Audiotracks zwischen Musik und Hörspiel, zwischen 2001 und 2006. Mit Zülfiye Arslan, Mella Ojeda, Hisako Yamanaka, Christine Büttner sowie dem „Teletubbie auf Ecstasy“. Von der Partnerschaftsberatung bis zur Erpressung der Kinder durch Schokolade. Textbuch mit vier Originalzeichnungen von Namosh sowie einer Audio-CD. mimas atlas # 6, Berlin 2007. Auflage: 50 Exemplare, signiert. Preis: 50 €

Djinn der Nordsee
24 Kurzfilme & Dokumentationen mit Wolfgang Müller, Valeri Scherstjanoi, Michael Lentz, Max Müller, Wolfram Spyra, Hartmut Andryczuk u.a. Ausgewählt und herausgegeben von Hartmut Andryczuk. Video-DVD von ca. einer Stunde Länge. Mit einer Originalzeichnung des Herausgebers. mimas atlas # 5, Berlin 2007. Preis: 50 €

Max Müller Ich bin kein Spielzeug
Komposition mit Gitarre, Gesang und Keyboard. Sechzehn Originalzeichnungen und -collagen. Audio-CD und Büchlein, erschienen in der Reihe „mimas atlas # 4. Auflage: 50 Exemplare, Berlin 2005
(vergriffen)

Michael Lentz Tell me – Erzähle
“Erzählen und Erinnern. Diese eine Geschichte. Eine Liebesgeschichte, eine Geschichte vom Krieg. Die Erinnerung als Wiederholung, die keine Worte hat. Die ins Stottern gerät, wenn es um diese eine Geschichte geht. Diese eine, nie zu Ende erzählte Geschichte vom standhaften Zinnsoldaten (Hans Christian Andersen), dem schönsten und traurigsten Märchen. Aufschub und Verhinderung, Realitätseinbruch und Traumgestalt, "Tell me - Erzähle" verhörbildlicht das Erzählen. Das flüchtig Wahrgenommene, das nur zu deutlich Gehörte. Zuhörend begegnet dem Erzählten immer die eigene Lebensgeschichte - von der es nicht zu trennen ist. Ist das Erzählen ein orales Medium, so versinnlicht wie kein anderes das Medium Hörspiel die einander überlagernde Dreieinigkeit Wahrnehmen - Erinnern - Wiederholen. Inklusive der paradoxen Erfahrung, daß das soeben Gehörte im momentan ausgestrahlten Hörspiel nicht wiederholt werden kann. Ein ideales Hörspiel wäre also dasjenige, das nicht von der Stelle kommt. "Tell me - Erzähle" erzählt kein Märchen.” Audio-CD-Hörspiel mit einer Originalarbeit von Michael Lentz. Cover und Handstempelentwurf von Hartmut Andryczuk. mimas atlas # 3. Auflage: 50 Exemplare, signiert und nummeriert, Berlin 2004
(vergriffen)

Valeri Scherstjanoi Mingstimmen
"MINGSTIMMEN ist einer der verschwundenen Ortsnamen im ehemaligen Nordostpreußen. MING könnte etwas aus dem Pruzzischen bedeuten. Es klingt einfach gut, deshalb nenne ich diese CD-Ausgabe MINGSTIMMEN. Vorhanden sind hier meine Lautgedichte und Texte, die ich von 1981 bis 2004 irgendwo auf Festivals oder in Klubs, Ateliers, oder im Freundeskreis vortrug. Im Zyklus “MINGSTIMMEN. Komprimierte Sounds” habe ich außerdem versucht, verschiedene lautpoetische Refrains aus diesen Jahren zusammen zu bringen und auf solche Weise entstand eine neue lautpoetische Komposition." Audio-CD-Edition mit einer Originalzeichnung von Scherstjanoi. Zugabe: "Mundstücke" von Wolfram Winkel und Valeri Scherstjanoi. Cover und Handstempelentwurf von Scherstjanoi. mimas atlas # 2. Auflage: 50 Exemplare, signiert und nummeriert, Berlin 2004 (
vergriffen)

Wolfgang Müller Sirenen aus dem untergehenden Westberlin
Audio-CD-Edition mit unveröffentlichten Stücken aus den 90er Jahren. Es singen Hermoine Zittlau, Reinhard Wilhelmi, Erika Krause, Ogar Grafe und Oliver Weidner. Mit Texten von Nikolaus Utermöhlen, Käthe Kruse, Wolfgang Müller, Reinhard Wilhelmi, Hermoine Zittlau, Ogar Grafe und Die Tödliche Doris. Zusammenstellung und musikalische Arrangements: Wolfgang Müller. Mit einer Originalarbeit von Wolfgang Müller. mimas atlas # 1 Auflage: 50 Exemplare nummeriert und signiert. Berlin 2004
(vergriffen)


Traces of Speech / Sprachspuren


The International Waitawhile Sun Ra Conventions


Mara Genschel & Valeri Scherstjanoi, Vom Nachtalpenweg


Namosh, Schocko & Co

Schocko


Djinn der Nordsee - Kurzfilme und Dokumentationen


Max Müller, Ich bin kein Spielzeug

Ich bin kein Spielzeug


Valeri Scherstjanoi, Mingstimmen

rachat lukum


Wolfgang Müller, Sirenen aus dem untergehenden Westberlin

Teppichkäferlied